Die erste Staffel spielte im Jahre 2045,jetzt ist es Januar 2047,man hätte den fisch-fang schneller machen können. Immerhin, nützliche Infos kommen noch,denn Großmutter geht um. Das ganze musste neu durch gewürfelt werden. Ist mir zu wechselhaft,gerade mit dem Deal, zuerst nicht und dann doch.
Ich musste die Folge nochmal durchschauen, um den Zeitsprung selber zu bemerken - anders hätte ich jetzt geglaubt, es wären vielleicht 2-3 Monate vergangen und nicht ein bis zwei Jahre. Vor allem, die Kinder sehen noch exakt gleich aus, als hätte die Zeit im Bunker sich letztlich nicht auf sie ausgewirkt.
Ich hätte mir ehrlich gewünscht, dass der Anime einfach dicht am Manga bleibt, aber das kann man jetzt wohl knicken.
Staffel 1 beginnt zwar 2045, die letzte Folge spielt aber aber am 15. Januar 2046. Trotzdem soll bis zum Tagebucheintrag, der in dieser Folge gezeigt wird, ein gutes Jahr vergangen sein. Ich habe mir eben nochmal die besagte Stelle angeschaut und glaube nicht, dass da ein Zeitsprung gezeigt wird. Der erste Tagebucheintrag (22. Januar 2047) wird direkt zu Beginn der Sequenz gezeigt; erst danach folgen Szenen, in denen die Kinder beginnen, Gemüse anzubauen, Bögen zu schnitzen, zu trainieren und dergleichen. Der Abend nach dem schleimigen Fischfang ist der 26. Februar, wie aus der Funkübertragung aus Plant No. 5 hervorgeht. Unterbrochen vom Cut zu Isabella wird die Gartenanlage im Bunker gezeigt, in der immer noch nicht mehr als kleine Sprösslinge wachsen. Dementsprechend ist anzunehmen, dass erst ein Monat vergangen sein kann (und nicht ein ganzes Jahr). Am selben Abend erfolgt dann der Angriff auf den Bunker. Folgt man diesem Ansatz, ist logisch, dass die Kinder sich nicht wirklich verändert haben. Allerdings bleibt dann die Frage, wie von der Flucht aus dem Kinderheim am Ende von Staffel 1 bis zur Ankunft im Bunker in der vorherigen Folge ein ganzes Jahr vergangen sein kann.
Davon abgesehen bewahrheiten sich einige Befürchtungen aus der vorherigen Folge: Der Standort des Bunkers war der Kinderheimfraktion entweder von vornherein bekannt, oder die Dämonen im Wald konnten die Information vor Ableben doch irgendwie weiterleiten. Es zeigt sich auch, dass Grandma, die die Operation offenbar veranlasst hat, einige weitere Menschen befehligt, die für den Kampf ausgebildet sind. Was zuvor im Bunker vorgefallen ist, wird leider nicht erörtert, und auch der Anruf von Minerva ist nur eine Aufzeichnung. Immerhin offenbart er, dass er tatsächlich Teil des Kinderheimsystems war und so Zugang hatte, den er nutzte, um die Hinweise zu platzieren.
Schließlich wird die Rückkehr von Isabella gezeigt. Interessant ist hier, dass der Dämon mit den Zopfwülsten am Hals ihr die Freiheit verspricht und darüber hinaus noch etwas anderes, was dem Zuschauer verborgen bleibt. Mir würden spontan drei mögliche Angebote einfallen, die ihr unterbreitet worden sein könnten: die Position Grandmas als Vorsteherin aller Kinderheime; freies Geleit in die Welt der Menschen; oder das Leben ihres Kindes.
In jedem Fall sind die Kinder wieder da, wo sie in der ersten Folge waren: im Wald, ohne Bleibe und vom gleichen hässlichen Ungeheuer verfolgt. Ich nehme an, dass Mujika und Sonju auch nicht lange auf sich warten lassen werden …
Also doch nur eine Tonbandaufnahme. Darauf hätte ich auch selbst kommen können. Na ja, wenigstens haben wir ein paar mehr Informationen über ihn bekommen. James Ratri ist also sein richtiger Name. Und dass er in den Farmen gearbeitet hat, war auch naheliegend. Schade nur, dass man auf das "HELP" nicht mehr eingegangen ist.
Es war schön, den Kindern dabei zuzusehen, wie sie die Zeit im Bunker verbracht und sich auf ihre nächsten Schritte vorbereitet haben. Was für eine Ironie des Schicksals, dass die Kinder ausgerechnet von Menschen aus dem Bunker gejagt und anschließend von einem Dämon »gerettet« wurden.
Spannend bleibt, was der Dämon Isabella zugeflüstert hat bzw. inwieweit sie noch Einfluss auf die späteren Ereignisse haben wird.
Wie ich den Kommentaren entnehme, erzählt der Anime ab hier eine eigene Geschichte. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Der Manga ist abgeschlossen und könnte bis zum Ende als Anime adaptiert werden. Die bisherige Geschichte war zu gut, als dass ich mir vorstellen könnte, dass eine eigens für den Anime kreierte Geschichte besser sein könnte. Muss ich mir also doch irgendwann mal den Manga vornehmen.
Wir waren etwas überrascht, dass der Anime wohl jetzt eigene Wege geht - oder wir hoffen eher, dass sie "nur" die Zeitschiene verändert haben, was die Auftritte von anderen Charakteren angeht. Ansonsten hat es doch ein recht bitteres "Beig'schmäckle", wenn die Story jetzt ganz anders aufgezogen wird, obwohl der Manga abgeschlossen ist, weiß ich auch nicht. 😕
So ein bisschen bereitet mir die Folge Bauchschmerzen. Einerseits wurde ein Handlungsstrang hinzugefügt und andererseits ein kompletter Arc gestrichen. Gerade diese Kürzung macht die Flucht lächerlich und die Kinder werden nur durch ein Monster gerettet, als durch eigenes Können. Jetzt hoffe ich, dass man jetzt nicht anfängt vieles zu kürzen, um auf das Ende des Mangas zu kommen und sich wirklich ein eigenes Ende ausdenkt.