
AcurosVIP
#1»Mawaru Penguindrum« besinnt sich auf seine Kernstärke: intensive Inszenierung.
An die Geschehnisse nüchtern ranzugehen, hat eigentlich keinen Sinn, denn die Motivationen der beteiligten Figuren sind praktisch rein emotional. Ich rechne es dieser Episode hoch an, dass es diese Emotionialität so fesselnd umsetzt, ohne dabei zu straucheln – selten waren 20 Minuten so schnell vorbei.
Keiju war mir immer suspekt mit seiner aufgesetzten Freundlichkeit; nun zeigte er sein wahres Gesicht. Natürlich ist er absichtlich so geschrieben worden, sodass sein durchaus krasses Handeln (immerhin bezeichnet er es selbst als monströs) nicht völlig aus dem Nichts kommt – irgendwie muss der Zuschauer ja einen Ansatzpunkt für eine Erklärung haben, und sei diese noch so weit hergeholt.
Für diese Motivation gab es gleich zu Beginn einen Rückblick auf seine Kindheit: Als Sohn einer Mutter, die talentierte Kinder haben will und untaugliche Ehemänner in den Wind schießt, hatte er es nicht leicht. Als sein Bruder, ein Ausnahmetalent geboren, wurde und ihn zunehmend in den Schatten stellte, beschloss er, seine Hände zu beschädigen, um Mitleid zu erhaschen, doch stattdessen wurde er gar nicht mehr beachtet. Diese Eingangsszene war regelrecht künstlerisch dargestellt: Figuren, die wie Ölzeichnungen wirkten, mit so etwas wie einem Notenblatt als Hintergrund.
Schon zuvor gab es Andeutungen auf den »child broiler«, wohl ein Ort, an dem Kind zu Nichts werden … könnte man denken, aber vermutlich ist es einfach Gesellschaftskritik. Keiju, der immer tiefer in die (wahrgenommene) Bedeutungslosigkeit versank, wurde von Momoka gerettet und fand in ihr wieder einen Grund zu leben, nur um diesen etwas später zu verlieren.
Nun soll also Kanbas Vater büßen, doch der ist nicht da. Also bleibt am Kanba am Ende nichts anderes übrig, als Rettunganker für Himari, die abzustürzen droht, zu sein und dabei seine Hand aufs Spiel zu setzen. Erst als Himari selbst den Sprung ins Leere wagt (um Kanba von seiner Beschützeraufgabe zu erlösen und weil ihre Tage ja ohnehin gezählt sind), erbarmt sich Keiju, rettet sie und geht – und schießt sogar Yuri in den Wind.
Beste Folge der Serie bislang, sogar einen Tick besser als die bereits großartige Folge 12.
An die Geschehnisse nüchtern ranzugehen, hat eigentlich keinen Sinn, denn die Motivationen der beteiligten Figuren sind praktisch rein emotional. Ich rechne es dieser Episode hoch an, dass es diese Emotionialität so fesselnd umsetzt, ohne dabei zu straucheln – selten waren 20 Minuten so schnell vorbei.
Keiju war mir immer suspekt mit seiner aufgesetzten Freundlichkeit; nun zeigte er sein wahres Gesicht. Natürlich ist er absichtlich so geschrieben worden, sodass sein durchaus krasses Handeln (immerhin bezeichnet er es selbst als monströs) nicht völlig aus dem Nichts kommt – irgendwie muss der Zuschauer ja einen Ansatzpunkt für eine Erklärung haben, und sei diese noch so weit hergeholt.
Für diese Motivation gab es gleich zu Beginn einen Rückblick auf seine Kindheit: Als Sohn einer Mutter, die talentierte Kinder haben will und untaugliche Ehemänner in den Wind schießt, hatte er es nicht leicht. Als sein Bruder, ein Ausnahmetalent geboren, wurde und ihn zunehmend in den Schatten stellte, beschloss er, seine Hände zu beschädigen, um Mitleid zu erhaschen, doch stattdessen wurde er gar nicht mehr beachtet. Diese Eingangsszene war regelrecht künstlerisch dargestellt: Figuren, die wie Ölzeichnungen wirkten, mit so etwas wie einem Notenblatt als Hintergrund.
Schon zuvor gab es Andeutungen auf den »child broiler«, wohl ein Ort, an dem Kind zu Nichts werden … könnte man denken, aber vermutlich ist es einfach Gesellschaftskritik. Keiju, der immer tiefer in die (wahrgenommene) Bedeutungslosigkeit versank, wurde von Momoka gerettet und fand in ihr wieder einen Grund zu leben, nur um diesen etwas später zu verlieren.
Nun soll also Kanbas Vater büßen, doch der ist nicht da. Also bleibt am Kanba am Ende nichts anderes übrig, als Rettunganker für Himari, die abzustürzen droht, zu sein und dabei seine Hand aufs Spiel zu setzen. Erst als Himari selbst den Sprung ins Leere wagt (um Kanba von seiner Beschützeraufgabe zu erlösen und weil ihre Tage ja ohnehin gezählt sind), erbarmt sich Keiju, rettet sie und geht – und schießt sogar Yuri in den Wind.
Beste Folge der Serie bislang, sogar einen Tick besser als die bereits großartige Folge 12.
Episode 18 – Penguindrum
