
AcurosVIP
#1Uff, eine Folge für fantasielose Menschen war das jedenfalls nicht. Auch nicht eine für Leute, die es gern einfach haben; die Episode zuvor bot Antworten, diese hier eher Fragen. Trotzdem war sie ziemlich gut und erzeugte in der zweiten Hälfte bei mir ein wenig dieses spezielle Kloß-im-Hals-Gefühl.
Bevor die Schlussszene der letzten Episode aufgelöst wird, gibt es einen Rückblick auf den Tag vor den Anschlägen in der U-Bahn: Die Penguin Force tagt in ihrem Geheimversteck, einem ordentlichen Gebäudekomplex mit vielen gleich aussehenden Türen; bei keiner kann man wissen, was sich dahinter verbirgt – eine nette Metapher auf die Gesellschaft. Sehr interessant in der Ansprache des Vaters der Takakura-Famile waren die letzten Worte: »This is our survival strategy«. Bedenkt man, dass es die typischen Worte der Prinzessin Schon-wieder-ein-ganzes-Weilchen-nicht-mehr-da sind und diese vom sogenannten Ziel (vielleicht auch Endpunkt) des Schicksals kommt, könnte es gut sein, dass die Taten der selbsternannten Retter so gar nichts gerettet haben.
Diese Folge war voll von Vergleichen, Metaphern und Andeutungen. Ich war einerseits fasziniert, muss aber zugeben, dass ich an manchen Stellen etwas überfordert war. Schon der Dialog zwischen Himari und Sanetoshi hat mich erst überrumpelt: Gerede über Verfolgung und Flucht? Erst nach etlichen Sätzen wurde mir klar, dass es einfach um das Thema Liebe (und Liebe erwidern) geht, dass Himari die echte bzw. aufrichtige Variante will und nicht den schnellen, billigen Kick (durch wahlloses Küssen), den ihr Sanetoshi (offenbar) nahelegt. Der Grund für diesen Dialog wird nicht exakt genannt, aber wenn man sich anschaut, worauf die Folge auch danach anspielt, dann ist die Sache schon klarer: Ein Mensch braucht Liebe zum Gedeihen.
Es gab in dieser Folge auch ein paar alltäglichere Szene, doch über allen schwebte die nun nicht mehr wegzudenkende Hauptthematik: Am Frühstückstisch scheint obskurerweise alles normal zu sein (die Szene spielt direkt nach der Auflösung auf dem verregneten Hof, in der Masako einfach abzieht), doch bei der bloßen Erwähnung der Mutter kippt die Stimmung schon ab; vor allem Shouma hadert mit sich selbst, sogar in Begleitung von Ringo. Apropos: Die versinkt ja immer mehr in die charakterliche Bedeutungslosigkeit, weshalb ich mich frage: Warum setzt man eine Figur erst so in Szene, nur um sie dann zum statistenartigen Sidekick zu degradieren?
Sei es wie sei, der Fokus lag ja ohnehin auf Shouma und Himari. Letztere lebt in diesen Gebäudekomplex – schon immer – und wartet auf ihre Mutter. Auch wenn sie Shouma erst nicht vertraut, als die beiden kurz Zeit später ein Kätzchen finden, es aufpäppeln und so Bezug zueinander finden, ist die Welt kurz heile. Bis ein Müllauto es entsorgt, weil Haustiere nicht erlaubt sind. Nur wenig später wird auch Himari entsorgt (ihre Mutter kehrt nicht zurück), und zwar in den sogenannten »child broiler«, der offenbar wirklich ein Ort für verwahrloste Kinder ist. Himari droht nun auch das Vergessen, die Unsichtbarkeit, doch Shouma rennt quer durch die Stadt (im Schee!) und rettet sie … auf welche Art und Weis auch immer. Ich gehe immer noch stark davon aus, dass der »child broiler« ein Ort für Kinder ist, an dem sie quasi gesellschaftstauglich geformt werden, aber bei dieser sehr metapherhaften Darstellung will ich mich lieber nicht zu sehr festlegen.
Die Terroristen-Gruppe ist jedenfalls ein Hort astreiner Fanatisten: Sie beschuldigen die Welt, beklagen das Leid und sprechen vom Heiligen Feuer (die U-Bahn-Anschlägen), das selbst ordentlich Leid ausgelöst hat. Mittendrin befindet sich auch Masako, die Kanba als Bruder bezeichnet, also lag ich auch mit meiner letzten Annahme falsch – oder nicht?. Wer weiß, vielleicht ist ja nur Shouma das Kind der Takakuras. Oder alle drei bzw. vier (Mario ist auch anwesend). Oder keiner. Oder alle – wenn die Serie schon bei Adam und Eva angekommen ist: Sind wir nicht alle ein bisschen verwandt? So manche Leute behaupten ja—aber na gut, zumindest in diese Richtung dürfte die Serie dann wohl nicht gehen.
Bevor die Schlussszene der letzten Episode aufgelöst wird, gibt es einen Rückblick auf den Tag vor den Anschlägen in der U-Bahn: Die Penguin Force tagt in ihrem Geheimversteck, einem ordentlichen Gebäudekomplex mit vielen gleich aussehenden Türen; bei keiner kann man wissen, was sich dahinter verbirgt – eine nette Metapher auf die Gesellschaft. Sehr interessant in der Ansprache des Vaters der Takakura-Famile waren die letzten Worte: »This is our survival strategy«. Bedenkt man, dass es die typischen Worte der Prinzessin Schon-wieder-ein-ganzes-Weilchen-nicht-mehr-da sind und diese vom sogenannten Ziel (vielleicht auch Endpunkt) des Schicksals kommt, könnte es gut sein, dass die Taten der selbsternannten Retter so gar nichts gerettet haben.
Diese Folge war voll von Vergleichen, Metaphern und Andeutungen. Ich war einerseits fasziniert, muss aber zugeben, dass ich an manchen Stellen etwas überfordert war. Schon der Dialog zwischen Himari und Sanetoshi hat mich erst überrumpelt: Gerede über Verfolgung und Flucht? Erst nach etlichen Sätzen wurde mir klar, dass es einfach um das Thema Liebe (und Liebe erwidern) geht, dass Himari die echte bzw. aufrichtige Variante will und nicht den schnellen, billigen Kick (durch wahlloses Küssen), den ihr Sanetoshi (offenbar) nahelegt. Der Grund für diesen Dialog wird nicht exakt genannt, aber wenn man sich anschaut, worauf die Folge auch danach anspielt, dann ist die Sache schon klarer: Ein Mensch braucht Liebe zum Gedeihen.
Es gab in dieser Folge auch ein paar alltäglichere Szene, doch über allen schwebte die nun nicht mehr wegzudenkende Hauptthematik: Am Frühstückstisch scheint obskurerweise alles normal zu sein (die Szene spielt direkt nach der Auflösung auf dem verregneten Hof, in der Masako einfach abzieht), doch bei der bloßen Erwähnung der Mutter kippt die Stimmung schon ab; vor allem Shouma hadert mit sich selbst, sogar in Begleitung von Ringo. Apropos: Die versinkt ja immer mehr in die charakterliche Bedeutungslosigkeit, weshalb ich mich frage: Warum setzt man eine Figur erst so in Szene, nur um sie dann zum statistenartigen Sidekick zu degradieren?
Sei es wie sei, der Fokus lag ja ohnehin auf Shouma und Himari. Letztere lebt in diesen Gebäudekomplex – schon immer – und wartet auf ihre Mutter. Auch wenn sie Shouma erst nicht vertraut, als die beiden kurz Zeit später ein Kätzchen finden, es aufpäppeln und so Bezug zueinander finden, ist die Welt kurz heile. Bis ein Müllauto es entsorgt, weil Haustiere nicht erlaubt sind. Nur wenig später wird auch Himari entsorgt (ihre Mutter kehrt nicht zurück), und zwar in den sogenannten »child broiler«, der offenbar wirklich ein Ort für verwahrloste Kinder ist. Himari droht nun auch das Vergessen, die Unsichtbarkeit, doch Shouma rennt quer durch die Stadt (im Schee!) und rettet sie … auf welche Art und Weis auch immer. Ich gehe immer noch stark davon aus, dass der »child broiler« ein Ort für Kinder ist, an dem sie quasi gesellschaftstauglich geformt werden, aber bei dieser sehr metapherhaften Darstellung will ich mich lieber nicht zu sehr festlegen.
Die Terroristen-Gruppe ist jedenfalls ein Hort astreiner Fanatisten: Sie beschuldigen die Welt, beklagen das Leid und sprechen vom Heiligen Feuer (die U-Bahn-Anschlägen), das selbst ordentlich Leid ausgelöst hat. Mittendrin befindet sich auch Masako, die Kanba als Bruder bezeichnet, also lag ich auch mit meiner letzten Annahme falsch – oder nicht?. Wer weiß, vielleicht ist ja nur Shouma das Kind der Takakuras. Oder alle drei bzw. vier (Mario ist auch anwesend). Oder keiner. Oder alle – wenn die Serie schon bei Adam und Eva angekommen ist: Sind wir nicht alle ein bisschen verwandt? So manche Leute behaupten ja—aber na gut, zumindest in diese Richtung dürfte die Serie dann wohl nicht gehen.
Episode 20 – Penguindrum
