Mawaru Penguindrum (2011)

輪るピングドラム

ドイツ語 Episode 24 – Penguindrum

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Avatar: Acurosクッキー・タイタン#1
Onkel Acuros ist mit dem Finale wirklich nicht zufrieden und hat nach einer Nacht Schlaf beschlossen, im Vergleich zu gestern noch einen halben Punkt abzuziehen. Ätsch.

Spaß beiseite: Metaphern und Kunst – das ist ja alles schön und gut, aber was hier erzählerisch geboten wird, ist ziemlich mau – die Abschlussfolge ist inhaltlich eine der schwächsten der Serie. Allerdings gebe ich auch gern zu: Ich bin nicht allzu künstlerisch veranlagt, mein Interesse daran hat also klare Grenzen.

Ich weiß auch gar nicht wo ich anfangen soll, also werde ich einfach mal wahllos in Anstrichen nörgeln:
Sanetoshis Motivation ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Seine deutlichste Anmerkung ist irgendwas zu »Keiner kann seiner Box entkommen, keiner wird eine Spur hinterlassen, wenn er stirbt«. Okay, das mag alles doof sein, aber warum die Welt zerstören? Oder zumindest hunderte von Menschenleben? Als Bösewicht taugt »Dr. S« leider gar nichts …
Momoka hat sich aufgrund eines Fluchs in zwei Hüte aufgespalten. Einer bleibt bei Shouma, der andere (Marios) wurde in Episode 23 auch nicht mitgenommen – wieso also hat Sanetoshi einen davon?
– Apropos Hüte: Weder die Identität der Kristall-Prinzessin (warum überhaupt »Kristall«?) noch Masakos ursprüngliche Aufgabe wurden irgendwie aufgeklärt; erstere wird sogar komplett unter den Tisch gekehrt …
– Ebenso wenig wird erklärt, was dieser Anschlag denn wirklich bewirken soll – und zwar wirklich gar nicht; ich sitze immer noch rätselnd da, denn wie ein Massenmord in der U-Bahn helfen soll, vernachlässigte Kinder sozusagen wieder sichtbar zu machen, erschließt sich mir einfach nicht.
– die Szene mit den Boxen bzw. Käfigen wird fortgeführt und am Ende läuft es darauf hinaus, dass Kanba einen Apfel, den er in seinem Käfig findet, mit Shouma teilt – »let’s share to fruit of fate«. Das alles ist natürlich lediglich Symbolik (man bedenke, dass auch Sanetoshi von Boxen spricht, die im Endeffekt nur der Käfig des eigenen Daseins sind … vermute ich), allerdings eher welche von der irritierenden Art. »Was will uns der Künstler damit sagen?« – oder vielleicht eher »Kann der Künstler denn überhaupt was dazu sagen?«
– Shouma spricht vom Verfluchtsein und auch von Bestrafung, aber warum? Den einzigen Anhaltspunkt, den ich habe, ist die Geschichte von Mary und ihren drei Lämmern, die eine Sünde begeht, um den verdorrten Apfelbaum der Hoffnung usw. wieder Leben zu bringen. Was die Sünde in der Realität aber sein soll, ist unklar – so unklar wie eben auch Sanetoshis Motivation ist
– das Penguin Drum ist also nur eine ominöse rote Kugel, die sich Shouma aus der Brust reißt. Das erklärt möglicherweise, warum er draufgeht. Himari nimmt die Kugel, behält eine Hälfte und gibt die andere Kanba, der allzu plötzlich geläutert zu sein scheint. Und dann geht der trotzdem drauf? »Hä?«

Generell wirkt der ganze Hokuspokus an den Haaren herbeigezogen. »Magie funktioniert, weil Magie funktioniert« ist ja ein hübsches Motto, aber hier gibt es wohl so viele Lücken hinsichtlich interner Logik, dass es keine Freude ist. Anime soll ein Unterhaltungsmedium sein – klar, mitdenken ist nicht zu viel verlangt, aber ich habe keinen Nerv, mich hinterher hinzusetzen und sozusagen den Rechercheaufwand für eine Bachelorarbeit zu betreiben …

Im Endeffekt ist der sogenannte Showdown auch viel heiße Luft um eher wenig. Ringo weiß plötzlich den Zauberspruch, der da einfach nur »let’s share to fruit of fate« lautet, geht in Flammen auf. Shouma opfert sich auf magische Weise und haut noch schnell ein Last-Minute-Geständnis raus – was leider komisch wirkt, weil die Serie das Verhältnis der beiden in der zweiten Hälfte ziemlich vernachlässigt hat.

Am Ende ist vieles wieder heile, aber das war natürlich Sinn der Übung. Masako und Mario sind wohlauf, Ringo und Himari befreundet, letztere lebt mit Onkel und Tante im üblichen Haus, das jetzt aber nicht mehr bunt, sondern relativ normal aussieht. Nur Shouma und Kanba sind vergessen – zumindest, bis Himari ihren alten Teddy mit einem Zettel findet, der ihre Brüder erwähnt, und prompt weinen muss. Nun ja, das war zwar ein bisschen konstruiert, aber dennoch rührend. Vielleicht am durchdachtesten sind die zwei Jungs, die auffallend wie Shouma und Kanba in kleiner aussehen, an Himaris Haus vorbeigehen und dabei über die Frucht des Schicksals sprechen. Das erinnert an die Szene aus der ersten Folge – dort passierten auch zwei Jungs das Haus und redeten über solche schickssalsschweren Äpfel. Solche Symbolik mag ich, das Chaos in dieser Folge nicht.

Und zum Abschluss: Als Ringo und Himari in der U-Bahn liegen, mit verschränkten Fingern, ertönt Keijus Stimme – und sein erstes Wort lautet »Yuri«. Keine Ahnung, ob das Absicht war, aber es wirkt schon sehr drollig. Sein Geschwurbel (an seine Geliebte) war aber uninteressant; es ist der gleiche Text wie zuvor, nämlich dass beide schon verloren waren usw. usf.

Tja, als ich das Werk vor 9 Jahren gesehen habe, war ich wohl euphorischer – 9 von 10 hatte ich damals gezückt. Doch sieht man mal genauer hin, fallen einem die Schwächen dann doch mehr auf. Na gut, und der Jüngste bin ich halt auch nicht mehr …
投稿の最終更新日時は 23.03.2021 06:30 です。
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